Kunst

Die Kirche steht unter dem Patronat des heiligen Martins, jenem Heiligen, der im Jahr 316 in Ungarn geboren wurde und viele Jahre als Bischof von Tours in Frankreich wirkte. Stets hatte er ein Herz für die Armen und lebte auch selbst in äußerster Bescheidenheit. Die vertikal geteilte Vorderfront der Kirche erinnert daran, wie dieser Heilige als junger Soldat seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Das zur Bauzeit von üblichen Kirchenbauten stark abweichende Äußere des Gebäudekomplexes wurde in der Festschrift zur Kirchenweihe wie folgt näher erläutert:

"Nun steht unsere schöne, neue St. Martinskirche fertig da! […] Wir stehen heute nicht mehr in mittelalterlicher Zeit himmelhochjauchzender Gotik, jener Zeit, in der die Religion ein und alles war. Wir sind heute in die Verteidigung gedrängt. St. Martin in Kaulsdorf erhebt sich wie ein gewaltiger Ritter: Seine Füße – die Kapellenvorbauten – seine mächtigen Schultern – die breite Turmfassade - sein Haupt – das 7 Meter hohe Kreuz – sein Schwert – der mittlere Turmschlitz – der senkrecht die Fassade teilt. So reckt sich St. Martin an einer der Hauptverkehrsstraßen des Ortes empor und sagt der Umwelt: «Ich stehe hier gepanzert und gewappnet als Vertreter einer fast zweitausendjährigen, christlichen Kultur»."

 

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Die St. Martinskirche weist etliche Sehenswürdigkeiten auf, die nicht nur die Herzen der Kunstliebhaber höher schlagen lassen. So sei neben dem hölzernen Altarkreuz mit Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert hier auch besonders auf den wunderschön geschnitzten Marienaltar aus dem Jahre 1480 hingewiesen. Zu den zahlreichen Kunstwerken, die meist aus Schenkungen anderer Kirchengemeinden stammen, gehört unter anderem auch ein Renaissance-Tabernakel, eine oberitalienische Marmorarbeit aus dem 15. Jahrhundert. Des Weiteren ziert eine geschnitzte Darstellung des heiligen Martins mit Bettler aus dem 18. Jahrhundert die Kirche.